Tinnitus: Hilfe gegen „den Störenfried im Ohr“ Traditionelle und neue Behandlungs­methoden.

Restauranttipps Starnberger See: bayerisch, mediterran, asiatisch und vieles mehr

Brillen Blickpunkt Starnberg Gastronomie in Starnberg Starnberger Seeleben

Interviews zu Gesundheit und Lebensgefühl

Der Bauch: Das zweite Gehirn

Hören Sie auf Ihren Bauch: achten Sie auf seine Botschaften für Ihre körperliche und seelische Gesundheit.

Magen ++ Darm


Dass in Sprichwörtern bekannte Wahrheiten ihren Niederschlag finden, zeigen auch die zahleichen auf den Körper bestimmten Ausdrücke. Angefangen vom bekannten „die Nase voll haben“ bis hin dazu, dass einem „etwas auf den Magen schlägt“, man „Schmetterlinge im Bauch hat“ oder etwas „erst noch verdauen muss“.

Der Bauch steht für viele Mediziner und Forscher als „zweites Gehirn im menschlichen Körper“ im Zentrum ihres Interesses. Denn längst ist noch nicht vollständig klar, wie und warum der Magen- und Darmbereich so stark, sensibel und einflussreich zugleich ist.

Bekannt ist aber, dass dieses „Bauchhirn“ eigenständig arbeitet und weit mehr Signale zum eigentlichen Gehirn sendet, als es von dort aus in Empfang nimmt. Der Verdauungstrakt wird von mehr als 100 Millionen Nervenzellen (mehr Neurone als im kompletten Rückenmark) umgeben und leistet mehr als reine Verdauungsarbeit. Zum Beispiel übernimmt er die Produktion etlicher psychoaktiver Substanzen, die nachweislich mit der Gemütswelt zusammenhängen (z.B. Serotonin, volksmundlich oft als „Glückshormon“ bezeichnet, Benzodiazepine, Dopamin, Opiate, u.a.).

Der Darm: Eine Bastion voller Abwehrkräften

Mehr als 70% aller Abwehrzellen haben ihren Sitz im Darm und machen ihn damit zum stärksten Immunorgan des Körpers. Mit diesem Wissen erscheint so manche Ernährungsfrage in einem anderen Licht, ebenso wie die Qualität der Nahrung, die wir zu uns nehmen.

Kommunikation von Hirn zu Hirn

Die Wissenschaft weiß mittlerweile, dass die meisten Verbindungswege zwischen Bauch und „Kopfhirn“ von unten nach oben verlaufen – und damit viele Gefühle ihren Ursprung keineswegs im Kopf haben.

Bei Reizdarmpatienten beispielsweise wurde beim Auftraten unangenehmer Gefühle gleichzeitig eine verstärkte Aktivität in bestimmten Hirnregionen (limbisches System) festgestellt.

Wer etwas für seine Bauchgesundheit tut, stärkt also gleichzeitig auch sein Gefühlsleben und sein gesamtes Wohlgefühl.

Was dem Bauch gut tut

Wer seinen Bauch bei seinen vielfältigen Leistungen unterstützen möchte, kann, ohne allzu großen Aufwand, einiges tun:

  • Achten Sie auf Ihr Normalgewicht
  • Versuchen, Sie Stress gut zu bewältigen
  • Vermeiden Sie zu viel Hektik
  • Entscheiden Sie sich für eine ausgewogene Ernährung
    (gegebenenfalls hilft eine Ernährungsberatung weiter)
  • Nehmen Sie die Signale Ihres Bauches wahr und machen Sie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen
  • achten Sie darauf, dass Ihr Bauch ausreichend Bewegung bekommt
  • zögern Sie bei Beschwerden nicht, einen Arzt zu Rate zu ziehen
  • lassen Sie sich beim Essen Zeit fürs Genießen und überfordern Sie Ihren Bauch nicht mit zuviel Alkohol

Hilfreiche Adressen