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Interviews zu Gesundheit und Lebensgefühl

Alterslos klare Sicht

Jürgen Klemptner, Starnberg Grauer Star, Grüner Star, Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit, Astigmatimus: Augenprobleme haben viele Namen - nehmen die Probleme zu, wenn die Augen älter werden?

Interview


StaMed: Herr Klemptner, machen „alte“ Augen mehr Probleme?

J. Klemptner: Die Individualität eines jeden Menschen gilt natürlich auch für seine Augen. Während der eine bereits als Kind eine Brille benötigt, hat der andere z.B. bis ins hohe Alter ein hervorragendes Sehen in die Ferne. Da aber insgesamt im Alter körperliche Fähigkeiten eher abnehmen, ist das auch bei der Sehkraft der meisten Menschen der Fall.

StaMed: Was sind denn typische Augenproblematiken für ältere Augen?

J. Klemptner: Da gibt es z.B. die typische Alterweitsichtigkeit, die ich selbst (lacht) sehr gut kenne: Sie merken es daran, dass Ihnen beim Lesen die Arme irgendwann nicht mehr ausreichen, um Buch oder Zeitung möglichst weitweg zu halten für eine optimale Leseschärfe. Aber statistisch gesehen nehmen auch das Auge bedrohendere Erkrankungen wie Grauer oder Grüner Star mit höheren Lebensjahren zu.

StaMed: Aber sagt man nicht, dass sich die Sehkraft im Laufe des Lebens nicht mehr so stark verändert?

J. Klemptner: Das denken viele, aber eher ist das Gegenteil der Fall. Es ist ja auch nicht so, dass, wenn einmal beispielsweise Weitsichtigkeit diagnostiziert wurde, es lediglich bei einer Weiterentwicklung dieser Weitsichtigkeit bleibt. Das Auge und sein Sehvermögen kann sich sehr schnell und in verschiedenster Weise verändern.

StaMed: Diese möglicherweise schnelle Veränderung kann ich aber mit einem jährlichen Augencheck früh genug erkennen, oder?

J. Klemptner: Eine jährliche Vorsorgeuntersuchung ist empfehlenswert. Allerdings nur, wenn wir von weitgehend gesunden Augen sprechen. Wenn Sie bereits eine spezifische Augenerkrankung haben oder unter Beschwerden leiden, dann muss das natürlich im Einzelnen mit Arzt und Optiker besprochen werden.

StaMed: Wenn ich unsicher bin und zwischendrin einfach mal auf Nummer Sicher gehen möchte, kann ich dann z.B. bei Ihnen überprüfen lassen, ob sich mein Augenlicht verändert hat?

J. Klemptner: Ja, können Sie. Wir führen täglich augenoptische Vermessungen durch und bieten dafür grundsätzlich state-of-the-art-Technik.

StaMed: „State-of-the-art“-Technik klingt irgendwie futuristisch, was kann die denn?

J. Klemptner: Gute Frage und gar nicht so einfach zu erklären. Zunächst mal heißt es, dass wir offen sind für das, was sich in der Forschung und bei der Entwicklung optischer Vermessungstechnik tut. Konkret heißt es: wir verfügen über einen „i.Profiler“, mit dem ein neues Zeitalter der augenoptischen Vermessung beginnt und dessen Ergebnisse dann die Anfertigung von Gläsern ermöglicht, die tatsächlich Sehen in neuer Dimension bedeutet – gerade bei spezifischen Augenproblemen, die bis dato schwer erfassbar, bzw. messbar, waren.

StaMed: Aha. „i.Profiler“, neues Zeitalter, neue Vermessungstechnik – kann man das für normal Sterbliche begreifbar ausdrücken, und bietet diese Technik für „Augen im Alter“ Vorteile?

J. Klemptner: Eine derart komplexe Technik ist natürlich schwer in wenigen Worten vermittelbar – aber mit einem Bild geht es vielleicht doch: mit „i.Scription“, so der neue Name und dem i.Profiler (dem Vermessungsgerät) können Sie heute mehr als die bisher messbaren Faktoren des Auges erfassen – sie nehmen quasi einen Fingerabdruck vom Auge und erkennen dabei glasklar seine individuellen Schwachstellen, die Sie dann mit ebenso individuellen Gläsern ganz gezielt in allen Feinheiten ausgleichen können. Für „ältere Augen“ bedeutet das, dass man manche ihrer im Laufe der Zeit eingetretenen Veränderungen erstmals ganz detailliert erkennen und beantworten kann.

StaMed: Eine ketzerische Frage: ist das nicht ziemlich teuer?

J. Klemptner: Im „i.profiler“ steckt natürlich eine lange Forschungsgeschichte – und da die neue Technik von Zeiss entwickelt wurde, kann sich die Qualität von „i.scription“ jeder selbst ausmalen ...

StaMed: Ich meinte eigentlich nicht die Anschaffungskosten für den Augenoptiker, sondern für den Verbraucher, den Kunden.

J. Klemptner: Die Vermessung Ihres Sehvermögens ist bei uns weiterhin kostenlos – auch mit der neuen Technik. Bei den Gläsern müssen Sie dann, durch die individuellere Ausrichtung mit einem Aufschlag rechnen, der sich aber im Rahmen hält und zusammen mit dem individuellen Kostenvoranschlag ermittelt wird.

StaMed: Ist die neue Technik die Lösung aller Augenprobleme?

J. Klemptner: Nicht aller – das kann logischerweise keine einzige Technik für sich beanspruchen. Aber sie ermöglicht erheblich genauere Messergebnisse und ein so individuelles Abbild jedes einzelnen Auges, das viele Augenprobleme, für die es keine Gläser zu geben schien, jetzt gelöst werden können. Darüber hinaus ist und bleibt Technik immer nur ein Bestandteil – wir nehmen uns grundsätzlich bei jeder Vermessung sehr viel Zeit für den Menschen. Sie brauchen als Optiker Erfahrung, müssen aufmerksam zuhören und die Informationen, die Sie von Ihrem Kunden erhalten in Zusammenhänge bringen, damit Sie die wirklich richtige Lösung für ihn entwickeln können.

StaMed: Herr Klemptner, vielen Dank für das interessante Gespräch.

J. Klemptner: Bitte, gerne.

Jürgen Klemptner, Starnberg

Zur Person

Jürgen Klemptner ist Augenoptikermeister in Starnberg und Geschäftsführer des Blickpunkt Starnberg.