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Interviews zu Gesundheit und Lebensgefühl

Osteoporose

Wenn Knochenmasse, -struktur und -funktion abnehmen, spricht man von „Osteoporose“. Damit einhergehend: Knochenschmerzen und ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche.

Osteoporose ++ Knochendichtemessung


Im fortgeschrittenen Stadium ist die Osteoporose per Röntgenbild leicht festzustellen, im Anfangsstadium dagegen ist sie weit schwerer erkennbar. Diagnostizierte Osteoporose muss in jedem Fall ärztlich behandelt werden, um ihr sonstiges unausweichliches Voranschreiten in den Griff zu bekommen.

Prävention für ein starkes Knochengerüst

Etwa sieben Millionen Deutsche leiden an Osteoporose! Da die Krankheit meist erst im Alter offen zutage tritt, aber schon lange zuvor „heimlich an den Knochen nagt“, lohnt es sich, in jüngeren Jahren auf eine Osteoporose vorbeugende Lebensweise zu achten, mit der man die Wahrscheinlichkeit, an Knochenschwund zu erkranken, deutlich senken kann.

Empfehlenswert sind 4 wichtige Säulen zur Prävention:

  • Knochenstärkende Nährstoffe: Kalzium und Vitamin D sind eine gute Kombination zur Stärkung der Knochen. Die Kalziumzufuhr lässt sich mit Milchprodukten und ggf. auch mit Nahrungsergänzungsstoffen (nach Rücksprache mit dem Arzt) gut steuern. Zur Einlagerung von Kalzium ist allerdings Vitamin D erforderlich und dieses benötigt für seine Entstehung Sonnenlicht (etwa eine halbe Stunde täglich reicht bereits aus, exzessives Sonnebaden ist nicht erforderlich). Also: raus ans Licht!
    Insgesamt gilt für die Ernährung:
    • Phosphate meiden (Phosphat lastig sind z.B. Fleisch- und Wurstwaren, Cola und andere typische Softdrinks), sie senken die Verfügbarkeit von Kalzium für die Knochen
    • Zu den empfehlenswerten Kalzium- bzw. Vitamin D-reichen Lebensmittel gehören: Gemüse (Brokkoli, Fenchel, Grünkohl), Obst, Fisch, Eier, Milch und Butter
    • Achtung bei Nahrungsmitteln mit Oxalsäure (z.B. Schokolade, Kakao aber auch Rhabarber und Spinat), sie erschweren die Aufnahme von Kalzium.
  • Bewegung: stärkt die Muskulatur und entlastet somit die Knochen. Auch hier muss nicht übertrieben werden: Wer regelmäßig gemäßigt Sport treibt, tut mehr für die Gesundheit seiner Knochen als der, der sich hin und wieder völlig verausgabt. Ideal: eine halbe Stunde Bewegung täglich. Also: raus an die Luft!
  • Das passende Gewicht: Mittlerweile weiß fast jeder, dass die Ermittlung des eigenen BMI (Body Mass Index) eine gute Möglichkeit zur Feststellung des persönlichen Optimalgewichtes ist. Übergewicht stellt ebenso wie Untergewicht einen Risikofaktor dar.
  • „Gesundheitskiller“ vermeiden: Alkoholkonsum und Rauchen verlangen dem Körper viel ab und sind eher dem Ab- als Aufbau der Knochen förderlich.

Wer ist betroffen und wie lässt sich Osteoporose frühzeitig feststellen?

Obgleich die Mehrzahl der Deutschen weiß, dass „Osteoporose“ die Bezeichnung für eine Knochenkrankheit ist, fühlen sich nur die wenigsten gefährdet, an ihr zu erkranken. Meist wird sie als eine ausschließlich Frauen betreffende Alterskrankheit betrachtet. Das ist jedoch nur eine Teilwahrheit. Tatsächlich betrifft die Osteoporose hauptsächlich Frauen (80% der Erkrankten sind weiblich) und in der Regel setzt sie auch erst ab einem bestimmten Alter ein.

Dennoch: Fast jede dritte Frau nach den Wechseljahren und fast jeder fünfte Mann über 50 Jahren ist von Osteoporose betroffen. Heute häufig angewandte Methoden zur Festestellung von Osteoporose sind:

  • Überprüfung der Schilddrüse (ein zu niedriger TSH-Wert kann ein Indikator für Knochenabbau sein)
  • KMD: Knochenmineraldichte-Messung, niedrige bzw. sinkende Knochenmineraldichte kann ein Zeichen für beginnende Osteoporose sein
  • Knochendichtemessung: die gemessene Knochendichte (die mit geringen Mengen ionisierender Strahlen ermittelt wird) wird dem durchschnittlichen Knochendichtewert eines gesunden jungen Erwachsenen gegenübergestellt und ergibt im Vergleich den so genannten „T-Wert“. Ein T-Wert mit einer Standardabweichung von bis zu -1,0 (unter dem Referenzwert des jungen Erwachsenen) gilt als normaler Befund, Abweichungen bis -2,5 deuten auf Osteoponie (Verminderter Knochenmineralgehalt) und Werte unter -2,5 zeigen eine behandlungsnötige Osteoporose an.
  • Was es darüber hinaus für Möglichkeiten gibt und wer die Untersuchungen durchführt, besprechen Sie am besten mit Ihrem Hausarzt, der Sie gleichzeitig auch informieren kann, was Ihre Kasse übernimmt.